Die Rudolf-Steiner-Schule Mbagathi liegt südlich von Nairobi am Rande des Nairobi Nationalparks. Sie ist die älteste Waldorfschule Ostafrikas. Was 1989 als Pionierschule mit 10 Kindern begann, ist zu einer großen Schule mit 430 Kindern gewachsen, vom Kindergarten bis zur 10. Klasse. Die Vision der Schule war bei der Gründung die gleiche wie heute: den von der Gesellschaft Kenias benach­teiligten Kindern eine Perspektive im Leben zu geben. Es geht daher um viel mehr als nur darum den Lernstoff zu vermitteln. Die Schule ist für die Kinder ein sicheres Zuhause, etwas was viele von ihnen vorher nicht hatten. Hier dürfen sie Kind sein, hier sind sie geschützt und hier bekommen sie regelmäßig ein Essen, müssen nicht bangen, dass sie mit hungrigem Magen schlafen gehen müssen.

kinder gehen trommelnd durch eine straße

Spendenkonto in Österreich:
HERMES-Österreich
AT86 1953 0001 0063 0000

Betreff „Mbagathi Schule Kenia“

Rosmarie Bluder
(ehrenamtliche Finanzberaterin der Schule)
bluder@aon.at

www.steinerschoolmbagathi.co.ke

Die Schule hat auch ein Internat. Die meisten Kinder, die im Internat wohnen, kommen aus sehr schwierigen Verhältnissen – einige sind Waisen. Das Internat ist mit 140 Mädchen und Buben im Alter von 3 – 16 Jahren voll ausgelastet. Der Bedarf ist allerdings viel größer, viele Anfragen müssen aufgrund der Raumnot abgelehnt werden. Was sind die Beweggründe für diese große Nachfrage? Weg von der Gewalt in der Familie, weg von desolaten Familienverhältnissen, weg vom Hunger, hin zu einem sicheren, liebevollen Zuhause und zu regelmäßigem Essen. Die Internatseltern, die „boarding mothers“ und „boarding fathers“, kümmern sich liebevoll um die Kinder, sie sind nicht nur Ersatzeltern, sondern auch Mentoren, FreundInnen, sie leben und schlafen im gleichen Haus, wie die Kinder.

Zwei Kinder zeichenen etwas mit Kreide auf einen Stein

Im Internat wie in der Schule steht im Fokus, den Kindern eine Perspektive zu geben, ihnen Selbstvertrauen und Vertrauen in die Welt zu vermitteln, ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie nicht um Essen bangen müssen und hier an einem sicheren Ort sind. Es braucht Zeit und viel Geduld bis sie das Vertrauen haben, dass es ihnen hier gut geht. Oft berichten mir die LehrerInnen, dass viele Kinder in den ersten Monaten an der Schule unfähig sind zu lernen, ihr Blick geht immer nur auf die Uhr und dem Sehnen nach dem nächsten Essen; erst wenn sie das Vertrauen gewonnen haben, dass sie täglich Essen erhalten und erst wenn sie aus der Unterernährung raus sind können sie sich auf das Lernen konzentrieren. Diese Verwandlung mitzuerleben ist berührend! Zu sehen, wie sie nach und nach das Spielen genießen, Freundschaften schließen, mit viel Freude im Unterricht lernen, einen Ehrgeiz entwickeln und gegen Ende ihrer Schulzeit Zukunftspläne schmieden, von Berufen träumen, die vielleicht nie in Erfüllung gehen werden, oder vielleicht doch? Ihr Leben hat einen Sinn bekommen. Dies alles ist nur möglich mit weltweiten Patenschaften und Spenden.

Die Schule wollte von Beginn an eine Schule für unterprivilegierte Kinder sein. Das ist auch mein Fokus, warum ich an dieser Schule beratend tätig bin. Es bringt aber auch mit sich, dass die meisten Eltern kein Schulgeld bezahlen können, noch nicht einmal die 10 Euro/Monat für das Essen. Nur 10 % des Schulbudgets wird durch das Schulgeld der Eltern finanziert, 90 % muss über Patenschaften und Spenden erwirtschaftet werden.

Bei Hermes gibt es seit einigen Jahren ein Solidarkonto für diese Schule und ich bin allen, die bisher gespendet haben, sehr dankbar für diese Unterstützung. Ohne die weltweiten Patenschaften und Spenden kann die Schule nicht existieren. Es gibt noch viele Kinder, die eine Patenschaft benötigen. Wenn Sie Interesse daran haben, dann melden Sie sich bitte bei mir. Eine Patenschaft ist bereits ab 1 Euro/Tag möglich, ein kleiner Betrag mit einer großen Wirkung! Einmalige Spenden in jeder Höhe sind ebenfalls eine große Hilfe.

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